Reform des Arbeitsmarktes Teil 2: Auf die Flexibilisierung folgt die Suche nach mehr Sicherheiten

Nachdem die Regierung das Arbeitsrecht in Frankreich auf dem Verordnungsweg flexibilisiert hat, schiebt Präsident Macron und seine Regierung nun den zweiten Teil seines Reformprogramms an.

Das neue Arbeitsrecht reduziert den Kündigungsschutz für Arbeitnehmende. Im Gegenzug sollen sie nun mehr Sicherheiten erhalten, um nach Kündigungen besser begleitet zu werden, um eine neue Anstellung zu finden.

Darum sollen die Arbeitslosen-Versicherung, die Berufsbildung und die Lehrlings-Ausbildung reformiert werden. „Reform des Arbeitsmarktes Teil 2: Auf die Flexibilisierung folgt die Suche nach mehr Sicherheiten“ weiterlesen

Nach Rücktritt von Vice Florian Philippot: Front National sucht weiter seinen Weg

Letztlich war es nur noch eine Frage des Zeitpunktes.

Seit Wochen zeichnet sich ab, dass sich die Wege von Marine Le Pen als Präsidentin des Front National und Vizepräsident Florian Philippot früher oder später trennen.

Florian Philippot wählt den Rücktritt, nachdem Marine Le Pen ihm alle Verantwortlichkeiten, Strategie und Kommunikation, entzogen hatte.

Florian Philippot hätte wählen müssen, zwischen Abbruch das Aufbaus einer eigenen Partei innerhalb des Front, „Les Patriots“. Oder Alleingang. „Nach Rücktritt von Vice Florian Philippot: Front National sucht weiter seinen Weg“ weiterlesen

Rote Mauern kosten 40 bis 70 Mio. Euro

Nun ist es auch offiziell beschlossen.

Die Parteileitung der Sozialistischen Partei hat entschieden, die historische Parteizentrale an der Pariser Rue Solférino zu verkaufen.

Die Partei verliert Millionen Euro Subventionen pro Jahr, weil sie nur noch mit einer kleinen Anzahl Abgeordneten in der Nationalversammlung vertreten sind.

Das Gebäude soll bis 70 Millionen Euro Wert haben.

Beruhigend ist, dass sich die Parteileitung einig war, dass zum Beispiel Staatsfonds aus der Golfregion als Käufer nicht in Frage kommen…

Mehr Hintergrund in diesem Artikel vom Juni 2017.

Französische Wirtschaft wächst im ersten Halbjahr 2017 um 1.3%

Die französische Regierung will den französischen Arbeitsmarkt grundlegend reformieren.

Die Reformen beschränken sich nicht nur auf das Arbeitsrecht.

Die Reformen können in einer Phase der relativen wirtschaftlichen Erholung des Landes erfolgen.

Seit nunmehr drei Quartalen wächst das Brutto-Inland-Produkt um jeweils 0.5%. Die Regierung rechnet mit einem Wachstum von 1.6% im Jahr 2017 und dürfte ihr Ziel wohl erreichen.

Der Arbeitsmarkt erholt sich allerdings weniger stark.

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Reform des Arbeitsrechts: Die Mehrheit der Franzosen sagt: „Ja, schon, aber nicht so…“

Eine Umfrage von Odoxa / Radio RTL (28.8.2017) zeigt ein erstes Stimmungsbarometer für die von der Regierung angestossene Reform des Arbeitsrechts in Frankreich:

56% der Befragten glauben, dass das aktuelle Arbeitsrecht das Schaffen von neuen Arbeitsplätzen bremst.

Fazit 1: Eine Mehrheit denkt, dass das Arbeitsrecht reformiert werden soll, um die Arbeitslosigkeit zu senken.

2. 63% der Befragten haben kein Vertrauen in den Präsidenten, dass dieser die Reform erfolgreich umsetzen kann.

Fazit 2: Ein altes Paradox scheint wieder sichtbar zu werden: Eine Mehrheit der Bevölkerung will Reformen, aber andere. Welche?

3. Zwei Punkte stossen der Befragten besonders sauer auf:

a) Die geplante finanzielle Obergrenze für eine Entschädigung, die ein Arbeitnehmer vor Gericht geltend machen kann, wenn er oder sie entlassen wird (61% Ablehnung).

b) Die Methode der Regierung: 63% der Befragten lehnt die Reform per Verordnung, also ohne Zustimmung des Parlamentes zu jeder Gesetzesänderung.

Fazit 3: 80% der Befragten rechnen damit, dass es in diesem Herbst zu heftigen Protesten auf der Strasse kommen wird.

Schluss-Fazit: Alles wie gehabt in Frankreich nach 2 Monaten Schulferien!