Halbherzige Energiewende à la française

Früher oder später schafft auch Frankreich die Wende, zumindest wenn es um Energiepolitik geht.

Nach einer Monsterdebatte über mehrere Tage hat die National-Versammlung den Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen, der genau genommen gar keiner ist.

Bis 2025 will Frankreich seinen steigenden Hunger nach Energie nämlich nur plafonieren auf 50 Prozent Atomstrom.

Es ist zudem alles andere als sicher, ob dereinst bestehende Atommeiler vom Netz genommen werden, auch jener nicht von Fessenheim nahe der Schweizer Grenze

Bygmalion macht Sarkozy zu schaffen

Mit falschen Rechnungen hat die Partei von Nicolas Sarkozy, die UMP, 2012 den Wahlkampf für die Präsidentschaft finanziert. Die entscheidende Frage dabei: Was bleibt in dieser Affaire an Nicolas Sarkozy selber hängen. „Bygmalion macht Sarkozy zu schaffen“ weiterlesen

Dobermann frisst Katze in Saint-Cloud

Ich wohne in Saint-Cloud, noch.

Marine Le Pen wohnt auch in Saint-Cloud im Haus der Familie.

Jean-Marie Le Pen wohnt nicht mehr in Saint-Cloud, sondern in der Nähe, wo Joséphine Bonaparte, wohnte, also in Rueil-Malmaison.

Die Hunde von Papa Le Pen wohnen immer noch in Saint-Cloud.

Die Bengalkatze von Marine wohnte vorübergehend in Saint-Cloud, bis der eine der Dobermänner von Papa die vorübergehende Untermieterin angriff.

Marine soll daraufhin ein neues Heim in La Celle-Saint-Cloud erworben haben.

Eine Geschichte über sechs Zeilen, die auch was übrig lässt für zwischen den Zeilen.

Honig mitten aus Paris

recolte-miel-toiture-vegetalisee-beaugrenelle-paris-15eAuf dem Dach des Shopping-Centre Beaugrenelle befindet sich eine der grössten Grünflächen von Paris. Leider ist diese Oase nicht öffentlich.

Die Öffentlichkeit kann aber die Früchte davon geniessen. Honig mitten aus Paris.

Honig gibt es auch aus dem Jardin du Luxemburg, aus dem Park Georges Brassens und sogar vom Dach der Opéra Garnier.

 

Frankreich ist krank, aber nicht tot

Vor zweieinhalb Jahren wurde der französische Präsident Nicolas Sarkozy nach nur einer Amtszeit abgewählt. An seine Stelle ist François Hollande getreten. Nun hat Sarkozy zur besten Zeit seine Rückkehr auf die politische Bühne bekanntgegeben.

Im Interview mit dem Fernsehsender France 2 hat Sarkozy ein sehr düsteres Bild seines Landes gemalt – und sich präsentiert als der weisse Ritter, der die Nation vor dem Untergang retten könnte. Sarkozys Bild ist in meinen Augen zu düster. Viele Ökonomen sehen das deutlich differenzierter. Viele Franzosen haben auch genug von der Schwarzmalerei.

Ich halte es mit dem neuen Wirtschaftsminister, der sagte, Frankreich sei krank, korrekt, aber man kann ja auch wieder gesund werden. Krank ist nicht tot.

Ob es Sarkozy wieder bis ganz oben schafft, ist zudem alles andere als sicher. Erst muss er die ganze ‚Ochsentour‘ machen – wie wir das in der Schweiz nennen. Und die hat er sich ganz anders vorgestellt. Kommt dazu, dass viele Französinnen und Franzosen Sarkozy gar nicht mehr wollen.