Die französische Regierung auf Goodwill-Tour, um Kritiker auf Distanz zu halten

Ein Jahr nach Amtsantritt sind die Mitglieder der französischen Regierung ins ganze Land ausgeschwärmt, um ihre Politik der Bevölkerung zu erklären.

Die Charme-Offensive ist gut gemeint, kann aber nicht verdecken, dass die französische Exekutive Mühe, hat ihr Handeln glaubwürdig zu erklären: Viele Minister sind in der Öffentlichkeit kaum bekannt und werden primär als politikferne Technokratinnen und Technokraten wahrgenommen.

Das gilt auch für die Kulturministerin Françoise Nyssen. Sie war in Strasbourg.

Ihr Auftritt war gewohnt spröde und stiess auf bescheidenes Interesse beim Publikum.

Das ist ganz im Sinne des Präsidenten, meinen kritische Beobachter.

Das zementiert den Eindruck, dass Emanuel Macron alle Fäden in der Hand behält.

Bundesrätin Simonetta Sommaruga auf Arbeitsbesuch in französischem Gefängnis

In Frankreichs Gefängnissen sitzen 500 Insassen, die als Terroristen verurteilt wurden oder dort auf ihren Prozess warten.

Weitere 1’200 Insassen gelten als radikalisierte Islamisten.

Welche Erfahrungen machen die französischen Behörden mit dieser besonderen Kategorie von Häftlingen?

Das wollte Justiz-Ministerin Simonetta Sommaruga aus erster Hand erfahren.

Sie besuchte darum ein Gefängnis im Norden von Paris, die Haftanstalt Osny, das mit einem speziellen Programm versucht, den Grad der Radikalisierung der Häftlinge zu evaluieren und auch deren Chancen, nach ihrer jahrelangen Haft, nicht wieder rückfällig zu werden.

 

 

«Wir haben in Frankreich etwas Mühe mit der Marktwirtschaft…», Reportage mitten im Bahnstreik

Es streiken in Frankreich wiedermal viele Mitarbeiter der Staatsbahn SNCF.

Während das Parlament die Öffnung des französischen Schienennetzes für private Konkurrenten berät, ziehen die Gewerkschaften konsequent ihren Streikplan durch: Zwei Tage Stillstand, drei Tage Streik-Pause, zwei Tage Arbeitskampf.

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Korsika: Gilles Simeoni führt die Nationalisten aus der politischen Isolation

Nach den Regionalwahlen in Korsika bestimmen die Nationalisten die Politik der Insel bestimmen.

Sie haben die absolute Mehrheit in der neu gewählten «Assemblée de Corse» gewohnen (Wähleranteil: 56.5%).

Innerhalb von nur vier Jahren sind die Nationalisten zur dominierenden Kraft geworden.

Eng verbunden ist das mit dem Namen von Gilles Simeoni.

Er hat zunächst die alten politischen Seilschaften in Bastia verdrängt, dann seiner Partei eine Mehrheit in der «Assemblée de Corse» besorgt und die Regionalregierung übernommen.

Ihm obliegt es nun, mit Paris einen Autonomie-Status für Korsika auszuhandeln.

Wer ist dieser Gilles Simeoni und warum dieser politische Aufstieg?

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Corte, Corse 42.305600, 9.150670

 

Nationalisten gewinnen in Korsika viele Stimmen

Nach ersten Prognosen erreichen die Nationalisten bei den Regionalwahlen rund 46% der Stimmen im ersten Wahlgang.

Warum dieser Erfolg und weshalb diese Wahl für Korsika wegweisend ist?

Eine Analyse in der Sendung Echo der Zeit vom 3. Dezember 2017.