Das Gespräch zum Abschied: Adieu Paris, Adieu La France. Adieu Les Français

Sommer 2014 – Sommer 2018.

Vier Jahre nach der Ankunft in Paris darf ich festhalten: Es kam einiges und vor allem einiges anders als erwartet auf jenes Frankreich zu. über welches ich zu berichten hatte.

Ein Rückblick im Tagesgespräch mit Marc Lehmann.

Und vom fast ersten bis zum vorerst letzten Tweet.

 

 

«Une rafale de sentiments très ambigus» : Zum Tod von Serge Dassault

Er war Multimilliardär, Politiker und Herr über ein Rüstungs- und Presseimperium: Serge Dassault war in Frankreich eine äusserst einflussreiche Persönlichkeit.

Im Alter von 93 Jahren ist er in seinem Büro an den Champs-Élysées in Paris an Herzversagen gestorben, wie seine Familie mitteilte.

(Gespräch SRF4News vom 29.5.2018)

 

Die französische Regierung auf Goodwill-Tour, um Kritiker auf Distanz zu halten

Ein Jahr nach Amtsantritt sind die Mitglieder der französischen Regierung ins ganze Land ausgeschwärmt, um ihre Politik der Bevölkerung zu erklären.

Die Charme-Offensive ist gut gemeint, kann aber nicht verdecken, dass die französische Exekutive Mühe, hat ihr Handeln glaubwürdig zu erklären: Viele Minister sind in der Öffentlichkeit kaum bekannt und werden primär als politikferne Technokratinnen und Technokraten wahrgenommen.

Das gilt auch für die Kulturministerin Françoise Nyssen. Sie war in Strasbourg.

Ihr Auftritt war gewohnt spröde und stiess auf bescheidenes Interesse beim Publikum.

Das ist ganz im Sinne des Präsidenten, meinen kritische Beobachter.

Das zementiert den Eindruck, dass Emanuel Macron alle Fäden in der Hand behält.

Bundesrätin Simonetta Sommaruga auf Arbeitsbesuch in französischem Gefängnis

In Frankreichs Gefängnissen sitzen 500 Insassen, die als Terroristen verurteilt wurden oder dort auf ihren Prozess warten.

Weitere 1’200 Insassen gelten als radikalisierte Islamisten.

Welche Erfahrungen machen die französischen Behörden mit dieser besonderen Kategorie von Häftlingen?

Das wollte Justiz-Ministerin Simonetta Sommaruga aus erster Hand erfahren.

Sie besuchte darum ein Gefängnis im Norden von Paris, die Haftanstalt Osny, das mit einem speziellen Programm versucht, den Grad der Radikalisierung der Häftlinge zu evaluieren und auch deren Chancen, nach ihrer jahrelangen Haft, nicht wieder rückfällig zu werden.

 

 

Unmut macht sich breit bei den französischen Bauern, weil das Angebot der Bauern nicht mehr zu den Ansprüchen der Konsumenten passt.

Nicht immer sind die Bauern in Frankreich in den Schlagzeilen.

Das heisst nicht, dass sie nicht protestieren. Im Gegenteil.

Immer wieder kommt es zu landesweiten Protesten.

Was den Bauern zu schaffen macht, ist vor allem die Billigkonkurrenz aus dem Ausland. Der Staat schütze sie nicht, klagen sie.

Allerdings: Billigprodukte für den Export zu produzieren, bringt längerfristig nichts. Perspektiven hat, wer risikofreudig ist und für regionale Märkte produziert.

Erklärung in der Sendung. Zwischen den Schlagzeilen, SRF4News vom 11.4.2018, direkt aus der #RadiostudioBern…