«International» : Korsikas Nationalisten fordern Frankreich heraus

Frankreichs Ferieninsel Korsika strebt nach mehr Autonomie.

Bei den Regionalwahlen im Dezember gewannen die Nationalisten die absolute Mehrheit der Sitze in der «Assemblée de Corse».

Vor fünf Jahren wäre das noch undenkbar gewesen.

Der rasche politische Aufstieg der Nationalisten verdeckt lange Debatten hinter den Kulissen. Geprägt hat sie der Präsident der Regionalregierung, Gilles Simeoni.

Er rang dem Bündnis der Nationalisten das Versprechen ab, den gewaltsamen Kampf für ein politisch unabhängiges Korsika aufzugeben.

Das ermöglichte es vielen Wählerinnen und Wähler in Korsika, ihre Stimme den Nationalisten zu geben – insbesondere die junge Bevölkerung.

Sie hofft auf mehr Selbstbestimmung und damit auf eine bessere Zukunft.

 

Warum mehr Flexibilität dem französischen Arbeitsmarkt gut tut. Das #SRFTagesgespraech

Emmanuel Macron: Man vergleicht ihn mit De Gaulle, mit Louis XIV, Napoleon oder dem römischen Gott Jupiter.

Der 40jährige Macron ist seit letztem Mai in Frankreich an der Macht und wirbelt. Er hat einige seiner Wahlversprechen bereits umgesetzt, auch solche, die man ihm nicht zugetraut hätte.

Die Reformen des Arbeitsrechts gehören dazu. Nun folgen die nächsten Schritte, nämlich die Reform der Arbeitslosen-Versicherung und die Berufsbildung.

Junge Flüchtlinge bringen Cricket-Tradition zurück nach Saint-Omer

Vor einem Jahr räumte die französische Polizei den „Dschungel von Calais“ – jene Barackenstadt, die für hunderte Flüchtlinge die letzte Station vor ihrem Ziel, die britische Insel, sein sollte.

Die Hütten sind weg, nicht aber die Flüchtlinge. Täglich greift die Polizei neue Migranten auf, viele sind Minderjährige, fast alle stammen aus Afghanistan oder Pakistan.

30 Kilometer südlich von Calais, in Saint-Omer, haben Hilfsorganisationen darum eine Aufnahmestelle geschaffen. „Junge Flüchtlinge bringen Cricket-Tradition zurück nach Saint-Omer“ weiterlesen

Korsika: Gilles Simeoni führt die Nationalisten aus der politischen Isolation

Nach den Regionalwahlen in Korsika bestimmen die Nationalisten die Politik der Insel bestimmen.

Sie haben die absolute Mehrheit in der neu gewählten «Assemblée de Corse» gewohnen (Wähleranteil: 56.5%).

Innerhalb von nur vier Jahren sind die Nationalisten zur dominierenden Kraft geworden.

Eng verbunden ist das mit dem Namen von Gilles Simeoni.

Er hat zunächst die alten politischen Seilschaften in Bastia verdrängt, dann seiner Partei eine Mehrheit in der «Assemblée de Corse» besorgt und die Regionalregierung übernommen.

Ihm obliegt es nun, mit Paris einen Autonomie-Status für Korsika auszuhandeln.

Wer ist dieser Gilles Simeoni und warum dieser politische Aufstieg?

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Junge korsische Nationalisten singen das Lied der Unabhängigkeit

Der zweite Wahlgang der Regionalwahlen in Korsika wird bloss noch zu einer Formsache sein.

Im ersten Wahlgang distanzierten die Nationalisten alle anderen Parteien um mehr als 30 Prozent Wähleranteil.

Die Dominanz kommt nicht von ungefähr. Es sind vor allem die jungen Wählerinnen und Wähler, die ihre Stimmen den Nationalisten geben.

Ein grosser Teil studiert an der Universität von Corte.

Dort pflegen sie die korsische Sprache, Kultur und Identität – neben ihrem Fachstudium und hoffen auf mehr Unabhängigkeit.

 

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