Frankreich erhöht Militärausgaben um ein Drittel auf 44 Mrd. Euro pro Jahr

Frankreich wird in den kommenden sieben Jahren für seine Armee knapp 300 Milliarden Euro ausgeben.

Bis 2025 will Frankreich so das Nato-Ziel erreichen, zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes für die Verteidigung auszugeben.

Jedes Jahr erhöht Frankreich sein -Budget um nahezu 2 Milliarden Euro. Nötig sei das, erklärte Verteidigungs-Ministerin Florence Parly nach der Regierungssitzung.

Die Ausrüstung der französischen Armee sei veraltet, über-strapaziert und setzte die Soldaten unverantwortlichen Risiken aus, erklärte Parly.

Tatsächlich kommt die schrittweise Erhöhung der Militärausgaben auf 44 Milliarden Euro pro Jahr keiner eigentlichen Aufrüstung gleich, sondern versucht nur wieder auszugleichen, was viele Jahre auf die lange Bank geschoben wurde.

Das Spektrum der Erneuerungen ist gross: Es gibt nicht nur Schutzwesten für alle Soldaten und neue Kampfjets, sondern auch Flugzeugträger werden neu konzipiert und eine neue Generation von Atomwaffen entwickelt.

Zudem werden 6000 neue Stellen geschaffen, vor allem beim Ausland-Geheimdienst und für den Kampf gegen Cyber-Attacken.

Parallel zur grundlegenden Erneuerung der eigenen Armee will Frankreich zudem die Zusammenarbeit im Rahmen der europäischen Verteidigungs-Union ausbauen. 

Autor: Charles Liebherr

...arbeitet seit Mitte 2014 als Frankreich-Korrespondent für Radio SRF in Paris. ...war zuvor einige Jahre Wirtschaftsredaktor bei SRF in Bern. ...war ein Onliner der ersten Stunden. ...mag Reportagen und besonders zwei Frauen.

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