Nicht alles war schlecht unter Präsident Hollande – die Sicht seiner Gegner

Vier von fünf Bürgerinnen Frankreichs haben eine schlechte Meinung von ihrem Präsidenten.

So unpopulär zu sein, das schaffte bisher nur François . Darum musste er darauf verzichten, bei seinem Wahlvolk anzufragen, ob er sich noch für weitere fünf Jahre im Elyssée-Palast einmieten dürfte.

Unfreiwilliger Rücktritt nach einer Amtszeit; auch das schaffte noch kein anderer Präsident. Zeit also für eine Bilanz.

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Ein Rückblick mit Tönen:

Eine Bilanz – im Gespräch mit der Sendung Echo der Zeit vom 3.4.2017

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Die Daten-Journalisten von Le Monde – Les Décodeurs haben alle Programme aller Kandidaten abgeglichen mit den von den Regierungen unter Präsident Hollande erlassenen Gesetzen.

Aus der unten von Le Monde übernommenen Grafik geht hervor, was die Amtszeit von Hollande überleben wird, und was je nach Kandidatin oder Kandidat rückgängig gemacht werden soll – es sind ja nur Versprechungen…

Zweite Erkenntnis: Der offizielle Kandidat der Sozialisten, Benoît Hamon, redet zwar davon, Hollande als Präsident vergessen machen zu wollen, weil er die Linke in seinen Augen verraten hat. In der Realität ist er der Kandidat, der am ehesten auf der Linie von Hollande zu bleiben gedenkt.

Gleiches gilt für Emmanuel Macron, der sich in Wirtschaftsfragen nuanciert ins Erbe von Hollande stellt, die Reformen weiterführen und ausbauen will, und auch in Gesellschaftsfragen in weiten Teilen die Arbeiten der Regierungen erhalten möchte.

Falls die Quelle der Daten verloren geht: Anbei auch der Link auf das Original.

Quelle: Le Monde.fr

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Autor: Charles Liebherr

...arbeitet seit Mitte 2014 als Frankreich-Korrespondent für Radio SRF in Paris. ...war zuvor einige Jahre Wirtschaftsredaktor bei SRF in Bern. ...war ein Onliner der ersten Stunden. ...mag Reportagen und besonders zwei Frauen.