«Im Namen des Volkes»: Zu Besuch bei Frankreichs Populisten

Frankreichs politische Elite leidet.

Sie findet keine Rezepte gegen die Wirtschaftskrise, führende Politiker haben durch Korruptionsaffären ihre Glaubwürdigkeit verloren.

Gute Zeiten für Politiker und , die im Namen des Volkes einen radikalen Bruch mit dem System fordern.

«Wir da unten, ihr da oben» – das Gefälle zwischen dem Volk und seinen Politikern ist in Frankreich besonders stark.

Einmal gewählt, haben die Volksvertreter weitreichende Kompetenzen.

Dies gilt nicht nur auf nationaler Ebene für den Präsidenten, sondern auch für die Gemeinde- und Stadtpräsidenten. Das Volk delegiert viel an die Gewählten und erwartet im Gegenzug die Lösung ihrer Probleme.

Dieses Modell funktioniert freilich schon länger nicht mehr, wie sich am Beispiel der beiden letzten Präsidenten zeigt.

Nicolas Sarkozy und François Hollande versprachen beide Reformen vor der Wahl und vergassen diese nach der Wahl in weiten Teilen.

Dazu kommen immer wieder neue Korruptionsfälle an den Tag. Frankreich steckt wirtschaftlich und politisch in der Krise.

Dies macht es linken und rechten Populisten einfach.

Karte Béziers:

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Béziers

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Béziers 43.347287, 3.227421

 

 

Autor: Charles Liebherr

…arbeitet seit Mitte 2014 als Frankreich-Korrespondent
für Radio SRF in Paris.
…war zuvor einige Jahre Wirtschaftsredaktor bei SRF in Bern.
…war ein Onliner der ersten Stunden.
…mag Reportagen und besonders zwei Frauen.