François Fillon sucht die Anerkennung im Volk, um Kandidat zu bleiben

Eigentlich müsste François Fillon die Festfreude vergangen sein.

Der Kandidat der französischen republikanischen Partei ist vom grossen Favoriten zum Aussenseiter verkommen.

Die Affäre um mögliche Vetternwirtschaft hindert ihn seit Wochen daran, von seinem Programm zu reden.

Und andere republikanische Spitzenpolitiker zweifeln mehr oder weniger öffentlich, ob sich Fillon weiterhin als Kandidat der Rechten halten kann.

Aber: François Fillon will sich ganz offensichtlich das Reden halten nicht verderben lassen.

Am Sonntag rief er seine Anhänger zusammen zu einem grossen Aufmarsch im Zentrum von Paris.

Sein Ziel: Der Öffentlichkeit aber auch seiner eigenen Partei zeigen, dass er der einzige legitime Kandidat der Rechten für die Präsidentschafts-Wahlen bleibt.

Autor: Charles Liebherr

…arbeitet seit Mitte 2014 als Frankreich-Korrespondent
für Radio SRF in Paris.
…war zuvor einige Jahre Wirtschaftsredaktor bei SRF in Bern.
…war ein Onliner der ersten Stunden.
…mag Reportagen und besonders zwei Frauen.