Mangels Alternativen setzen viele französische Wähler auf einen alten Wert: Alain Juppé

Sechs Männer und eine Frau wollen sich als Spitzen-Kandidat für die der politischen Rechten und des Zentrums qualifizieren.

Alles deutet auf einen Zweikampf zwischen dem politischen Rückkehrer Nicolas Sarkozy und dem politischen Urgestein Alain Juppé hin.

Für Senior Juppé, 71 Jahre, Bürgermeister von , könnte ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gehen, denn als Spitzenkandidaten des Mitte-Rechts-Lagers hat er beste Chancen, der nächste Präsident Frankreichs zu werden.

Im Weg stehen ihm nicht nur die Ambitionen seiner politischer Rivalen, sondern auch seine Vergangenheit.

Vor zwanzig Jahren gingen nämlich wegen des stramm-bürgerlichen Alain Juppé noch Tausende auf die Strasse, um jene Reformen zu bekämpfen, die er jetzt wieder verspricht.

Berichtigung: Im Beitrag ist die Rede davon, dass Juppé der jüngste Premier Frankreichs war. Das stimmt nicht ganz: Alain Juppé war der jüngste Premier des bürgerlichen Lagers. Der Sozialist Laurent Fabius war der jüngste Premierminister in der V. Republik. Er wurde 1984 von Präsident Mitterrand in das Amt gerufen, mit damals knapp 38 Jahren.

Autor: Charles Liebherr

…arbeitet seit Mitte 2014 als Frankreich-Korrespondent
für Radio SRF in Paris.
…war zuvor einige Jahre Wirtschaftsredaktor bei SRF in Bern.
…war ein Onliner der ersten Stunden.
…mag Reportagen und besonders zwei Frauen.