Ein Louvre für Software in Paris-Versailles

Das Louvre ist das meistbesuchte Museum der Welt.

«Software Heritage» soll das Louvre für Open-Source-Software werden.

Software Heritage will eine weltweit einmalige Sammlung von Programm-Zeilen aufbauen.

Das Projekt wird von «Inria», dem «Institut national de recherche dédié au numérique», angeschoben.

Sammeln, Katalogisieren, Konservieren und öffentlich zugänglich machen – das sind die klassischen Aufgaben einer Bibliothek oder eines Museums und gelten auch in virtueller Form für das Software-Museum.

Das tönt banal, ist es aber nicht.

Wissen, das wir einmal auf Pergament und zwischen Buchdeckel packten, ist heute nicht selten in kryptischen Programm-Zeilen in eine Software gepackt.

Nach einem Jahr Aufbau-Arbeit ist «Software Heritage» nun online und beginnt zu leben.

Ziel ist es nämlich auch, mehr darüber zu erfahren, wie sich das Schreiben von Computer-Programm-Zeilen über die Zeit verändert hat und auch was jene dachten, die diese Zeilen verfassten. Und wie technisch ein solches Museum überhaupt aufgebaut werden kann. Oder ist es vielleicht doch eher eine Bibliothek?

Software Heritage vise à construire à la fois une moderne « bibliothèque d’Alexandrie » du logiciel, le référentiel unique du code source et un grand instrument de recherche pour l’Informatique : le projet va permettre de préserver et diffuser la connaissance aujourd’hui encodée dans le logiciel, et augmentera notre capacité d’accéder à l’ensemble de l’information numérique.

 

Autor: Charles Liebherr

...arbeitet seit Mitte 2014 als Frankreich-Korrespondent für Radio SRF in Paris. ...war zuvor einige Jahre Wirtschaftsredaktor bei SRF in Bern. ...war ein Onliner der ersten Stunden. ...mag Reportagen und besonders zwei Frauen.