Attentat in Isère: Terroristischer Hintergrund wahrscheinlich

Die Untersuchungsbehörden gehen davon aus, dass der Attentäter, der im Grossraum Lyon seinen Arbeitgeber tötete und versuchte, eine Gasfabrik zur Explosion zu bringen, „nach Drehbuch handelte, welches die Terrororganisation Islamischer Staat für vor zeichnen könnte.

Der mutmassliche Attentäter bestreitet gegenüber der Untersuchungsbehörden, Teil eines Terror-Netzwerkes zu sein. Er hätte seine Arbeitgeber wegen eines Arbeitskonflikts getötet.Die bisherigen Untersuchungen zeichnen dagegen ein Profil eines Mannes, der sich in den letzten Jahren zunehmend radikalisierte.

2009 soll, gemäss leitendem Staatsanwalt, der Attentäter mit seiner Familie sich ein Jahr lang in Syrien aufgehalten haben.

Weil der Reisepass des Mannes nicht gefunden werden konnte, ist nicht bekannt, ob der 35-jährige Mann in den letzten Jahren regelmässig ins Ausland reiste.

Gemäss der Aussagen seiner Ehefrau, kritisierte der Mann seine Partnerin immer häufiger, sie führe einen wenig religiösen Lebenswandel.

Der mutmassliche Täter stand zudem in regelmässigem Kontakt mit einem französischen Freund, der im Herbst 2014 Frankreich in Richtung Syrien verlassen hat, um dort in den Reihen der Terrororganisation Islamischer Staat zu kämpfen.

Dieser Person sandte er auch zwei Handy-Bilder, die er von sich und dem Opfer auf dem Geländer der Gasfabrik in Saint-Quentin-Fallavier machte.

 

 

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Autor: Charles Liebherr

…arbeitet seit Mitte 2014 als Frankreich-Korrespondent
für Radio SRF in Paris.
…war zuvor einige Jahre Wirtschaftsredaktor bei SRF in Bern.
…war ein Onliner der ersten Stunden.
…mag Reportagen und besonders zwei Frauen.