Das Panthéon wird etwas weiblicher und bleibt politisch

panteonisation_2015

Im Panthéon werden vier Widerstandskämpfer gegen die Besetzung durch Nazi-Deutschland eingeführt.

Auch zwei Frauen wird gedacht: Germaine Tillion und Geneviève de Gaulle-Anthonioz. Damit wird die Zahl Frauen verdoppelt.

Bisher ruhen erst zwei Frauen im Panthéon, die Nobelpreisträgerin Marie Curie und Sophie Berthelot.

Neben diesen beiden Widerstandskämpferinnen werden auch zwei Männern gedacht. Pierre Brossolette und Jean Zay, die ebenfalls mit ihnen „panthéonisiert“ werden, wie das in Frankreich genannt wird.

Mit der Zeremonie versuchen sich immer auch die jeweils amtierenden Präsidenten zu verewigen. Nicht allen gelingt das.

François Hollande habe Monate an seiner Rede gearbeitet, liesst man dieser Tage.

Auch inszeniert sich die ganze Nation, die Republik, wie es in Frankreich üblich und in anderen Ländern eher befremdlich wirkt.

Wer sich für die der vier Geehrten interessiert, findet hier eine Liste von Büchern über alle vier.

Autor: Charles Liebherr

...arbeitet seit Mitte 2014 als Frankreich-Korrespondent für Radio SRF in Paris. ...war zuvor einige Jahre Wirtschaftsredaktor bei SRF in Bern. ...war ein Onliner der ersten Stunden. ...mag Reportagen und besonders zwei Frauen.