Germanwings-Flugzeug willentlich zum Absturz gebracht

Die französische Flugunfall-Behörde BEA hat einen ersten Zwischenbericht veröffentlicht zum Absturz der Germanwings-Maschine in den Alpen Ende März. 150 Menschen starben. Schon auf dem Hinflug nach Barcelona am Unglückstag habe der Kopilot den Autopiloten mehrfach für einige Sekunden auf eine zu niedrige Flughöhe eingestellt.

Es gebe keine Zweifel. Der Kopilot der Germanwings-Maschine habe das Flugzeug bei vollen Bewusstsein und willentlich in den französischen Alpen zerschellen lassen. Das hält der Zwischenbericht der französischen Behörde fest.

Die bisherigen Untersuchungen hätten zudem ergeben, dass der Kopilot bereits auf dem Hinflug von Düsseldorf nach Barcelona am gleichen Morgen mehrfach den Autopiloten auf eine viel zu tiefe Flughöhe einstellte. Er korrigierte die Eingaben aber jeweils sofort wieder.

Dies geschah während eines Sinkflugs, angeordnet von der zuständigen Flugsicherung. Für die Flug-Lotsen und die Crew an Board seien deshalb keine ungewöhnlichen Flugbewegungen zu beobachten gewesen.

Wie auf dem Rückflug manipulierte der Kopilot den Höhenmeter als sich der Flugkapitän nicht im Cockpit der Maschine befand.

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Autor: Charles Liebherr

…arbeitet seit Mitte 2014 als Frankreich-Korrespondent
für Radio SRF in Paris.
…war zuvor einige Jahre Wirtschaftsredaktor bei SRF in Bern.
…war ein Onliner der ersten Stunden.
…mag Reportagen und besonders zwei Frauen.