In Zahlen: Innovation zahlt sich aus

Innovativ sind Firmen, wenn sie neue Produkte auf den Markt bringen. Viel findet aber in auch in kleinen Schritten statt.

Prozesse werden optimiert, neue Maschinen eingesetzt, die Organisation der Arbeit verbessert. Im Auftrag der Europäischen Kommission hat Insee, das Statistikamt Frankreichs, 22’300 Firmen einen Fragebogen zukommen lassen, um zu erfahren, wie innovativ diese sind.

Fazit: Unternehmen, die exportieren sind innovativer. Leider exportieren zu wenige Firmen in Frankreich.

120’000 Firmen sind überhaupt im Export tätig (4% von 3.1 Mio Unternehmen). In Deutschland sind es 400’000, in der Schweiz 37’000 (37% aller Unternehmen).

Bloss Tausend französische Firmen realisieren 70 Prozent aller Exporte.

Daran krankt Frankreich. Das Land hat ein Handelsbilanz-Defizit von 63.5 Mrd €. Innovation, auch im weitesten Sinn, könnte helfen, schreiben die Studienautoren. 25% der Firmen die exportieren, sind auch innovativ. 8% liegt der Anteil bei Firmen, die nur den französischen Markt bedienen.

Aus den Zahlen lässt sich aber noch etwas anderes herauslesen: Die französischen Firmen sind zu klein, um innovativ zu bleiben. 81 % der Firmen mit mehr als 250 Angstellten gaben an, im letzten Jahr eine Innovation eingeführt zu haben. In Firmen zwischen 10 und 50 Angestellten liegt dieser Anteil deutlich tiefer bei 49%.

Vergleiche auch: Warum viele französische Firmen genau 49 Angestellte haben.

Autor: Charles Liebherr

…arbeitet seit Mitte 2014 als Frankreich-Korrespondent
für Radio SRF in Paris.
…war zuvor einige Jahre Wirtschaftsredaktor bei SRF in Bern.
…war ein Onliner der ersten Stunden.
…mag Reportagen und besonders zwei Frauen.