Keine Reformen ohne Sozialpartner

Französische sind zu klein. Zu klein, um ihre Waren und Dienstleistungen ins Ausland zu exportieren. Soweit sind sich Experten einig.

Weniger klar ist, ob hierfür die grosse Zahl gesetzlicher Auflagen verantwortlich gemacht werden kann, welche Unternehmen zu erfüllen haben, wenn sie insbesondere die Schwelle von 50 Mitarbeitenden überschreiten.

Die französische Regierung hat darum die Sozialpartner aufgefordert, über eine Flexibilisierung zu beraten.

Schon nach der ersten Verhandlungsrunde zeigt sich aber, dass mögliche Reformen beim Arbeitsgesetz weniger an Einzelfragen zu scheitern drohen, sondern vielmehr daran, dass in Frankreich zwischen den Sozialpartner grundsätzlich wenig Bereitschaft besteht, über eine Reform-Agenda zu reden.

 

Hinweis: In Deutschland spielen die eine andere Rolle, wie der ehemalige Chef der grössten Gewerkschaft IG Metall Berthold Huber erklärt im Gespräch mit Peter Vögeli.

Autor: Charles Liebherr

…arbeitet seit Mitte 2014 als Frankreich-Korrespondent
für Radio SRF in Paris.
…war zuvor einige Jahre Wirtschaftsredaktor bei SRF in Bern.
…war ein Onliner der ersten Stunden.
…mag Reportagen und besonders zwei Frauen.