Nicolas Sarkozy kann nichts besseres

Klar kommt dieser Mann zurück. Aber wie? Nur diese Frage interessiert noch in Frankreich.

Wie bricht er sein Versprechen am Abend der Niederlage gegen François Hollande, der für immer den Rücken zu kehren?

Mit einer Botschaft an seine Fans auf Facebook am Freitag. Mit Interviews in Regionalzeitungen heute Samstag und mit einem grossen TV-Auftritt morgen Sonntag zur besten Sendezeit.

Seine Botschaft: „Ich bin in mich gegangen. Ich will in Zukunft ein anderer sein, ich bin berufen, Frankreich aus der Krise zu führen.“

Logisch stellt sich ein Nicolas nicht die Frage, ob er hierfür der richtige Mann ist.

Andere schon. Die Linke natürlich. Sie ist hat ein altes vertrautes Feindbild wieder. Hofft, nun besser die Nuancen zwischen rechter und linker Austeritätspolitik erklären zu können.

Die Frage stellen aber auch alte politischer Freunde rechts, bei der , Alain Juppé, die sich ebenfalls berufen fühlen, Frankreich zu retten, allerdings mit einem neuen Gesicht.

Und dann gibt es die schweigende Mehrheit. Die gemäss Umfragen weder Sarkozy noch Hollande wollen, sondern eine andere Politik, die ihnen zur Zeit nur die Extreme Rechte verspricht.

Sarkozys Rückkehr verläuft nach Plan. Die Gunst der Enttäuschten zurückzugewinnen, dürfte weniger berechenbar sein.

Autor: Charles Liebherr

…arbeitet seit Mitte 2014 als Frankreich-Korrespondent
für Radio SRF in Paris.
…war zuvor einige Jahre Wirtschaftsredaktor bei SRF in Bern.
…war ein Onliner der ersten Stunden.
…mag Reportagen und besonders zwei Frauen.