Polemik mit und um Schriftstellerin Christine Angot gegen Fillon

In der Politik-Sendung L’Emmission politique von France 2 werden die Kandidaten der Präsidentschaftswahlen knapp drei Stunden lang befragt.

Dazu gehört auch ein Überraschungsgast.

François Fillon sah sich darum der Schriftstellerin Christine Angot gegenüber, welche den Kandidaten der Républicains scharf angriff wegen seiner Justiz-Affairen.

Die Schriftstellerin hat François Hollande öffentlich aufgefordert, im Amt zu bleiben, weil kein Kandidat im aktuellen Wahlkampf Marine Le Pen an der Machtübernahme hindern könne.

Aus der Gegenstimme, welche die Debatte lancieren sollte, ist ein emotionaler Monolog geworden.

Und eine Polemik.

L’Emmission politique auf France 2 am Donnerstag 23. März 2017.

Präsidentschaftswahlen: Nicht alle Meinungen sind schon gemacht

Es gibt Meinungsumfragen und Meinungsumfragen, die die Meinung abfragen, wie fest die Meinungen eigentlich schon gemacht sind.

Wählerinnen von Marine Le Pen sind sich ihrer Sache fast sicher, aber weniger als auch schon.

Wähler von François Fillon sind immer sicherer, denn sie haben ja kaum eine Alternative.

Am wenigsten sicher sind sich die Wählerinnen und Wähler von Macron, denn aus der Perspektive der Mitte gibt es ja andere Wege zum Ziel nach links und nach rechts.

 

Jugend und Sport verteidigt Macron-Diversität!

«Et un, et deux et trois…»

Nun sind es bald schon drei Mitglieder der aktuellen sozialistischen Regierung, welche den Präsidentschaftskandidaten und ehemaligen Ministerkollegen Emmanuel Macron unterstützen:

Le Drian verteidigt Macron:

Der sportliche Braillard rennt auch im Namen der Jugend für Macron:

Und Pompili sorgt für mehr Bio-Diversität bei Macron:

 

Wer bezahlt die Kleider des Kandidaten Fillon?

Das ist noch eine Zeitungs-Geschichte, die François Fillon lieber nicht gelesen hätte.

Le Journal du Dimanche hat aufgedeckt, das ein grosszügiger Mäzen die massgeschneiderten Kleider von François Fillon bezahlt.

Die Summen sind nicht bescheiden: Gemäss der Sonntagszeitung, hat Herr Fillon bei seinem Schneider Anzüge für die Summe von 35’500 Euro bestellt.

Die letzte Bestellung datiert offensichtlich vom Februar 2017: 13’000 Euro sollen zwei Anzüge gekostet haben. Der anonyme Mäzen steht zu seiner „privaten“ Spende.

Reaktion von François Fillon: „Na und? Das ist eine private Angelegenheit.“ (Quelle Europe 1)

Hinweis: Parlamentariern ist es verboten, Geschenke anzunehmen, die einen Wert von 150 Euro übersteigen…

 

Rechts umkehrt bei den Républicains!?

Zuerst ein Gezwitscher, dann die Löschaktionen, dann die Entschuldigung.

Dann das fade Gefühl, dass das wohl kein Zufall war. 

Fillon im Gegenwind hat diese Woche viele parteiinterne Anhänger von Sarkozy an seine Seite geholt, befördert und mit ihnen auch eine Bekannte Methode importiert?

Les Républicains auf Abwegen.

Les Républicains caricaturent Macron avec des codes antisémites.

Quelle: Le Monde, 11.3.2017