Das Panthéon wird etwas weiblicher und bleibt politisch

panteonisation_2015

Im Panthéon werden vier Widerstandskämpfer gegen die Besetzung durch Nazi-Deutschland eingeführt.

Auch zwei Frauen wird gedacht: Germaine Tillion und Geneviève de Gaulle-Anthonioz. Damit wird die Zahl Frauen verdoppelt.

Bisher ruhen erst zwei Frauen im Panthéon, die Nobelpreisträgerin Marie Curie und Sophie Berthelot.

Neben diesen beiden Widerstandskämpferinnen werden auch zwei Männern gedacht. Pierre Brossolette und Jean Zay, die ebenfalls mit ihnen „panthéonisiert“ werden, wie das in Frankreich genannt wird.

Mit der Zeremonie versuchen sich immer auch die jeweils amtierenden Präsidenten zu verewigen. Nicht allen gelingt das.

François Hollande habe Monate an seiner Rede gearbeitet, liesst man dieser Tage.

Auch inszeniert sich die ganze Nation, die Republik, wie es in Frankreich üblich und in anderen Ländern eher befremdlich wirkt.

Wer sich für die Geschichte der vier Geehrten interessiert, findet hier eine Liste von Büchern über alle vier.

Ideologische Schulreform auf der Strasse

Ecole 42Der Reform der Sekundarschule, dem Collège, beschert vielen Schülern in Frankreich einen freien Tag.

Deren Lehrer zieht es nämlich auf die Strasse. Sie wollen dort ihren Unmut zeigen über einen neuen Lehrplan, der ihnen eigentlich mehr Freiheiten geben will.

Paradox, aber eben auch typisch für die französische Bildungspolitik. „Ideologische Schulreform auf der Strasse“ weiterlesen

Frankreichs Wirtschaft wächst, aber nicht nachhaltig

Die Zahlen sind überraschend gut. Frankreichs Wirtschaft ist im ersten Quartal 2015 um 0.6 Prozent gewachsen. Das ist eine gute Nachricht für die aktuelle Regierung. Allerdings sollte sie sich von den Zahlen nicht täuschen lassen.

„Frankreichs Wirtschaft wächst, aber nicht nachhaltig“ weiterlesen

Das beste Baguette für den Präsidenten kommt aus Sénégal

Wenn ich Präsident von Frankreich wäre, würde ich jeden Morgen die beste „Tartine au Beurre“ essen.

Das ist kein Wunschtraum, sondern Realität. Denn, jedes Jahr kürt eine Jury den besten Baguette-Bäcker in Paris.

Als ersten Preis gibt es bescheidene 4’000 Euro Preisgeld, dazu allerdings ein nicht bezahlbares Privileg: Der Gewinner ist für ein ganzes Jahr der exklusive Brot-Lieferant des Elyssées, dem Sitz des französischen Präsidenten. „Das beste Baguette für den Präsidenten kommt aus Sénégal“ weiterlesen

Wer war da eigentlich genau „Charlie“?

ffKaum ist das Buch erschienen, sorgt es in Frankreich schon für kräftigen Wirbel: Der renommierte Demograph und Soziologe Emmanuel Todd wirft einen unbequemen Blick auf die französische Gesellschaft nach den Attentaten vom Januar. „Wer war da eigentlich genau „Charlie“?“ weiterlesen