Unser Missionschef in Paris: Bernardino Regazzoni

Bernardino Regazzoni, Botschafter der Schweiz in ParisAnlässlich des 200-jährigen Geburtstages der «Basler Mission», der ersten und grössten schweizerischen Missionsgesellschaft, geht SRF 2 Kultur an einem Thementag, dem Hörpunkt, der Frage nach: Warum eigentlich wird „missioniert“? Und mit welchen Auswirkungen?

Der Hörpunkt am 2. April auf SRF 2 Kultur leuchtet verschiedene Facetten des Phänomens «Mission» aus.

In wessen Auftrag beispielsweise haben sich die ersten Missionare des 19. Jahrhunderts auf ihren gefährlichen Weg gemacht im Gepäck nicht viel mehr als eine Vision, handwerkliches Geschick und eine Bibel?

Bernardino Regazzoni ist ein anderer Typ Missionar. Er ist der aktuelle Botschafter der Schweiz in Paris. „Botschafter ist der Titel gegen aussen, intern in der Bundesverwaltung bin ich jedoch der Missionschef“, erzählt Regazzoni.  Die Botschaft in Paris ist die älteste Gesandtschaft der Schweiz im Ausland. Die Stände der Eidgenossenschaft haben 1798, nach dem Einmarsch von Napoléon in die Schweiz, beschlossen, einen „Gesandten“ nach Paris zu schicken.

Genau genommen wirken drei Botschafter in Paris. Bernardino Regazzoni vertritt die Schweizer Interessen gegenüber Frankreich. In Paris wirken aber auch ein Botschafter bei der OECD und der Botschafter bei der UNESCO.

Alle drei treffe ich als Korrespondent mehr oder weniger regelmässig. Sie helfen uns Journalisten, Kontakte herzustellen, oder stehen für Hintergrundinformationen zur Verfügung.

Anbei mein „Portrait des Missionschefs in Paris“ für SRF 2 Kultur, gewissermassen als Avant-Première für den exklusiven Kreis der Leserinnen und Lesers dieses Blogs.

Nichts geht mehr in Frankreich

Es ist die vierte Ohrfeige für François Hollande innerhalb eines Jahres. Nach den Gemeindewahlen, den Europawahlen und den Senatswahlen.

Vor jeder Wahl präsentierte sich seine linke Wahlkoalition zerstrittener denn je. Nach jeder Wahl bekräftigt sein Regierung unter der Leitung von Premier Manuel Valls, dass sie weiter macht wie bisher. Logisch fühlen sich die Wählerinnen und Wähler nicht mehr Ernst genommen. Logisch wenden sich ab, in Scharen. „Nichts geht mehr in Frankreich“ weiterlesen

Vor der Zielgeraden eine starke Kurve nach rechts

Zwei Drittel der französischen Departemente wechseln politisch ins rechte Lager.

Nicolas Sarkozys UMP nimmt Revanche an den Sozialisten, die einmal mehr eine empfindliche Niederlage einstecken müssen.

Der Front-National etabliert sich in zahlreichen Wahlkreisen, schaffte es aber knapp nicht, ein ganzes Departement unter seine Kontrolle zu bringen.

Die Sieger des Wahlgangs wähnen sich auf der Zielgeraden  – zwei Jahre vor den Präsidentschaftswahlen.

Die Republik auf der Schulbank

IMG_0420.jpgEgalité – gleiche Chancen verspricht Frankreich allen Schulkindern; alle sollen zur Elite aufsteigen können. Aber genau diese Auswahl und Förderung der Besten ist der Grund dafür, wieso in Frankreich mehr Jugendliche aus dem Schulsystem fallen und an den Rand der Gesellschaft geraten als anderswo in Europa. Was soll sich ändern in Frankreichs Schulen? „Die Republik auf der Schulbank“ weiterlesen

Marine Le Pen hat den Front National als dritte politische Kraft etabliert

Die Departementswahlen haben klar gezeigt, dass sich die rechtsextreme Partei von Marine Le Pen fest in der französischen Politik verankert hat.

Das Ziel, sich dauerhaft als wichtige politische Kraft zu etablieren, ist erreicht.

Ein Viertel der Wählenden legt jeweils den Wahlzettel des Front National ein. „Marine Le Pen hat den Front National als dritte politische Kraft etabliert“ weiterlesen